Year: 1919 ±Publisher: Axel Juncker Verlag, BerlinEdition: 1stLanguage: DEPages: 64Condition: VGBinding: HCSeries: Das vierundzwanzigste der Orplidbücher
- „Das ferne Land. Zwei keltische Sagen“ ist ein literarisches Werk, das erstmals 1919 auf Deutsch in der renommierten Reihe der Orplidbücher (Band 24) im Axel Juncker Verlag erschien.Hinter dem weiblichen Autorennamen Fiona Macleod verbirgt sich der schottische Schriftsteller und Dichter William Sharp (1855–1905). Sharp hielt dieses Pseudonym zeit seines Lebens streng geheim, um eine völlig eigenständige, zutiefst spirituelle und weibliche Stimme in der Literatur zu verankern. Als Fiona Macleod wurde er zu einer der Leitfiguren des Celtic Revival (der keltischen Renaissance). Seine Werke sind weltberühmt für ihre melancholische Schönheit, die mystische Naturverbundenheit und die poetische Verarbeitung der gälischen Mythologie der schottischen Highlands und Hebriden-Inseln.Zentrale Aspekte des Werkes:Die literarische Doppexistenz: Sharp trennte seine Identitäten strikt. Unter eigenem Namen schrieb er Kritiken und Biografien, während er als Fiona Macleod eine Traumwelt aus Mythen, Sehnsucht und Folklore erschuf.Das Motiv des fernen Landes: Der Titel verweist auf die keltische Anderswelt (Tír na nÓg oder das Land der ewigen Jugend). Diese liegt in den Sagen oft verborgen hinter dem Nebel oder jenseits des Horizonts auf dem offenen Meer.Stilistische Merkmale: Die Erzählungen zeichnen sich durch eine rhythmische, fast hypnotische Sprache aus. Sie verweben die raue Realität der Inselbewohner mit übernatürlichen Elementen, Feenwesen und uralten Naturgeistern.Heutige Verfügbarkeit: Die Originalausgabe von 1919 gilt heute als rares Sammlerstück. Die enthaltenen Sagen und Zyklen (wie Wind und Woge) sind jedoch regelmäßig in modernen Anthologien über keltische Mythen zu finden.